Wenn Freundinnen und Freunde des Kindes zu Besuch kommen, geht es zu Hause meist lebendiger zu als sonst. Das ist schön, kann aber auch anstrengend werden, wenn nicht klar ist, was erlaubt ist und was nicht. Wenige einfache Absprachen genügen, damit sich alle wohlfühlen und die Erwachsenen entspannt bleiben.
Wenige klare Absprachen
Besprechen Sie die Hausregeln am besten vor dem Besuch mit Ihrem eigenen Kind, nicht erst, wenn die Gäste schon da sind. Welche Zimmer sind zum Spielen freigegeben? Wo wird gegessen? Wie lange bleibt der Besuch? Kinder halten sich leichter an Regeln, die sie mitentschieden haben, und Sie müssen später nicht vor den Gästen ermahnen.
Für den Besuch selbst genügt ein kurzer, freundlicher Empfang. Zeigen Sie den Gästen, wo Jacken und Schuhe hingehören, wo das Bad ist und wo es etwas zu trinken gibt. Ein kurzer Satz wie „Bei uns wird in der Küche gegessen“ ist verständlich und wirkt nicht wie ein Verbot. Ist ein Gast etwas anderes gewohnt, erklärt sich das schnell im Vorbeigehen.
Halten Sie eine kleine Jause bereit, damit niemand hungrig wird. Obst, Brot mit Aufstrich oder Gemüsesticks reichen völlig aus. Fragen Sie vorab kurz die Eltern, ob beim Essen etwas zu beachten ist, statt selbst zu raten. So vermeiden Sie Missverständnisse, und der Besuch verläuft ohne Aufregung. Kinder werden meist ruhiger, wenn sie etwas im Magen haben.
Kommt es doch einmal zu Streit, hilft es, ruhig zu bleiben und den Kindern Zeit zu geben, ihn selbst zu klären. Greifen Sie nur ein, wenn es nötig ist, und dann freundlich, aber bestimmt. Am Ende des Besuchs helfen alle beim Aufräumen. Das ist ein guter Abschluss und zeigt, dass Gäste willkommen sind und trotzdem mithelfen.
Denken Sie auch an die Eltern der Gäste. Sagen Sie ihnen, wann der Besuch endet und wie die Kinder heimkommen, sei es zu Fuß, mit dem Rad oder abgeholt. Wer das vorher klärt, spart sich Anrufe und Wartezeiten. Ein kurzes freundliches Wort zum Abschied, und die Gäste kommen gern wieder.