Ein Federmäppchen ist schnell durcheinander: Der Spitzer liegt irgendwo im Schulranzen, der Radiergummi ist verschwunden, und der Buntstift ist stumpf. Meist merkt man das erst, wenn das Kind mitten in den Hausaufgaben steckt oder am Morgen schon losmuss. Mit ein wenig Routine bleibt das Mäppchen vollständig, und niemand muss hektisch suchen.
Eine feste Grundausstattung
Zunächst hilft eine einfache Liste, was ins Mäppchen gehört. Ein Bleistift, ein Radiergummi, ein Spitzer, ein Lineal, einige Buntstifte und ein Klebestift sind für die meisten Kinder eine gute Grundausstattung. Schreiben Sie die Liste gemeinsam mit dem Kind auf und kleben Sie sie an die Innenseite der Schranktür oder über den Schreibtisch. So kann das Kind selbst prüfen, ob alles da ist.
Ein fester Zeitpunkt für die Kontrolle macht den Unterschied. Am besten schaut das Kind einmal in der Woche, etwa am Sonntagabend, ins Mäppchen und gleicht es mit der Liste ab. Stumpfe Stifte werden gespitzt, ausgetrocknete Klebestifte aussortiert, und was fehlt, kommt auf den Einkaufszettel. Wenn diese Aufgabe zu einem festen Teil der Woche wird, fühlt sie sich bald ganz normal an.
Auch der Platz ist wichtig. Das Mäppchen sollte nach den Hausaufgaben immer wieder an denselben Ort zurück: in den Ranzen, auf den Schreibtisch oder in ein festes Fach. Wenn Stifte lose im Ranzen landen, sind sie schnell verschwunden. Ein Mäppchen mit Reißverschluss verhindert, dass beim Herausnehmen alles auf den Boden fällt. Ein kleiner Aufkleber mit dem Namen sorgt dafür, dass ausgeliehene Stifte wieder nach Hause finden.
Ersatz sollte an einem zentralen Ort bereitliegen, zum Beispiel in einer kleinen Schublade oder Dose. So kann das Kind selbst nachfüllen, ohne dass die ganze Familie danach suchen muss. Erklären Sie dem Kind, dass es nicht schlimm ist, wenn einmal ein Stift verloren geht, dass man dann aber Bescheid sagt. Lob für die Ordnung im Mäppchen motiviert mehr als Tadel für das, was fehlt.
Wer will, macht daraus ein kleines Spiel. Vor dem Schlafengehen wird das Mäppchen einmal ausgeschüttet, die Stifte werden nach Farben sortiert, und alles wandert wieder hinein. Die Kinder erleben so, dass Ordnung schnell geht und sich gut anfühlt.