Der Abend vor dem Nikolaustag hat für kleine Kinder etwas Besonderes: Sie putzen ihre Stiefel oder Schuhe, stellen sie vor die Tür und gehen aufgeregt ins Bett. Für die Erwachsenen ist es dagegen oft ein Abend mit vielen Kleinigkeiten, die nebenbei erledigt werden müssen. Mit ein wenig Vorbereitung bleibt trotzdem Zeit, den Moment gemeinsam zu genießen.
Die Schuhe gemeinsam vorbereiten
Schon am Nachmittag können die Kinder ihre Stiefel selbst vorbereiten. Ein feuchtes Tuch und eine weiche Bürste genügen, um Schmutz und Sand zu entfernen, und aus dem Putzen wird ein kleines Ritual. Legen Sie alles auf eine alte Zeitung, damit der Flur sauber bleibt. Wenn jedes Kind seinen eigenen Schuh wählt, gibt es hinterher keine Diskussion darüber, wessen Stiefel wo steht.
Überlegen Sie vorher, wo die Schuhe stehen sollen. Vor der Wohnungstür, im Flur oder auf der Fensterbank sind übliche Plätze, und es lohnt sich, den Ort schon vor dem Abend festzulegen. Kleine Kinder vergessen leicht, wohin sie ihre Schuhe gestellt haben. Ein Zettel mit dem Namen des Kindes hilft dabei, dass am Morgen jeder sofort das Richtige findet.
Die kleinen Überraschungen sollten unauffällig vorbereitet werden. Am besten wird alles schon am Tag zuvor an einem sicheren Ort versteckt, damit sich am Abend niemand mehr durch die Wohnung schleichen muss. Es reicht eine Kleinigkeit pro Kind: etwas Süßes, eine Nuss, eine Mandarine oder eine kleine Bastelei. Wichtig ist, dass alles zur Größe des Schuhs passt und die Kinder nicht überfordert werden.
Am Abend selbst sollte es ruhig zugehen. Ein gemeinsames Lied, eine Kerze oder eine kurze Geschichte helfen den Kindern, zur Ruhe zu kommen, bevor sie ins Bett gehen. Erklären Sie kurz, was am Morgen passieren wird, und lassen Sie die Kinder die Schuhe selbst hinstellen. So fühlen sie sich beteiligt und schlafen mit guter Vorfreude ein.
Am nächsten Morgen ist die Freude groß. Lassen Sie die Kinder in Ruhe entdecken, was in den Schuhen liegt, und nehmen Sie sich Zeit, gemeinsam zu staunen. Ein kurzes Gespräch beim Frühstück reicht, damit der Tag zu einer schönen Erinnerung wird. Wenn die Morgenroutine ohnehin eng ist, können Sie den Rest des Vormittags bewusst ohne Termine lassen.