Die Wartezeit beim Training sinnvoll nutzen

Landschaftsillustration

Zweimal in der Woche oder öfter sitzen viele Eltern am Rand der Halle oder des Platzes und warten, bis das Kind mit dem Training fertig ist. Diese Zeit kann lang werden, besonders wenn man ohnehin einen vollen Tag hinter sich hat. Sie lässt sich aber gut nutzen, wenn man sich vorher überlegt, was man damit anfangen möchte.

Die Zeit für sich nutzen

Manche Eltern verwenden die Wartezeit für Dinge, die sonst liegen bleiben: kurze Anrufe erledigen, Nachrichten beantworten, die Einkaufsliste für die Woche schreiben oder den Familienkalender ergänzen. Ein Block und ein Stift in der Tasche reichen aus. Wer die Aufgaben schon zu Hause sammelt, kann sie am Spielfeldrand nacheinander abhaken.

Andere nutzen die Zeit zum Ausruhen. Ein Buch, ein ruhiger Spaziergang rund um das Gelände oder einfach ein Tee aus der Thermoskanne machen aus dem Warten eine kleine Pause. Gerade für Eltern, die den ganzen Tag unterwegs waren, ist diese Stunde oft die einzige ohne Programm. Es ist völlig in Ordnung, sie zu genießen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

Wenn es die Halle zulässt, kann man auch zusehen. Das Kind freut sich meist, wenn jemand zwischendurch winkt oder nach dem Training etwas über die Übungen fragt. Zuschauen ist aber kein Muss, und manche Kinder mögen es sogar lieber, wenn niemand hinschaut. Fragen Sie das Kind einfach, was es sich wünscht, und respektieren Sie die Antwort.

Die Wartezeit ist auch eine Chance, andere Eltern kennenzulernen. Ein kurzes Gespräch am Rand führt oft zu praktischen Verabredungen, etwa zu Fahrgemeinschaften oder abwechselnden Fahrten zum Training. So wird der Alltag leichter, und das Kind erlebt, dass Erwachsene gut zusammenarbeiten. Wenn sich mehrere Familien abwechseln, muss nicht jede Woche jede Familie dabei sein.

Vergessen Sie nicht, für die Heimfahrt eine kleine Jause und etwas zu trinken für das Kind mitzunehmen. Nach dem Training haben die meisten Kinder großen Hunger und erzählen dann gern, wie es war. Wer die Wartezeit gut genutzt hat, kann dem Kind in diesem Moment ganz aufmerksam zuhören.