Sich auf das Gespräch mit der Lehrperson vorbereiten

Landschaftsillustration

Das Gespräch mit der Lehrperson findet meist einmal im Jahr statt und dauert nur kurz. Gerade deshalb lohnt es sich, gut vorbereitet hinzugehen, damit die Zeit nicht mit Kleinigkeiten verstreicht. Ein ruhiges, freundliches Gespräch nützt allen: dem Kind, der Lehrperson und Ihnen selbst.

Was Sie vorher überlegen können

Sprechen Sie zuerst mit dem Kind. Fragen Sie, was ihm in der Schule gefällt, was schwierig ist und was es gern ansprechen würde. Schreiben Sie die Antworten kurz auf, ohne sie zu bewerten. Kinder spüren, dass man sie ernst nimmt, und gehen selbst entspannter in die Tage vor dem Gespräch. Wenn das Kind dabei ist, kann es seine Sicht direkt einbringen.

Überlegen Sie dann, was Ihnen zu Hause aufgefallen ist. Wie erzählt das Kind vom Schulalltag, und wie ist die Laune am Nachmittag? Notieren Sie zwei oder drei Punkte und formulieren Sie Fragen, statt Urteile zu fällen. Zum Beispiel: Wie erleben Sie das Kind in der Gruppe? Was können wir zu Hause tun, um es zu unterstützen? Solche Fragen öffnen das Gespräch.

Zum Termin selbst nehmen Sie den Notizzettel mit und hören zuerst zu. Die Lehrperson sieht das Kind in einem anderen Umfeld als Sie, und ihre Beobachtungen ergänzen Ihr Bild. Wenn etwas Unerwartetes gesagt wird, atmen Sie durch und fragen Sie nach konkreten Beispielen. Halten Sie am Ende fest, was Sie vereinbaren, und wann Sie sich wieder austauschen.

Klären Sie auch Organisatorisches vorher, zum Beispiel wer aus der Familie hingeht und wie das Kind an diesem Tag betreut wird. Kommen Sie ein paar Minuten früher, damit Sie in Ruhe ankommen. Ein freundlicher Beginn setzt den Ton für den ganzen Termin und zeigt, dass Sie mit der Lehrperson zusammenarbeiten möchten.

Nach dem Gespräch erzählen Sie dem Kind, was besprochen wurde, und beginnen mit dem Positiven. Was gut läuft, darf ausdrücklich genannt werden. Wenn ein Punkt zu Hause geübt oder angepasst werden soll, planen Sie ihn in kleinen Schritten in den Alltag ein. Bei ernsten Sorgen ist ein weiteres Gespräch mit der Schule der richtige Weg, und man darf jederzeit einen neuen Termin vereinbaren.